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Dr. Hansjörg Ewert

Hansjörg Ewert studierte Schulmusik, Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Freiburg im Breisgau und Würzburg. Mit der von der Studienstiftung des deutschen Volkes geförderten Dissertation über Robert Schumanns Oper Genoveva erfolgte 1999 in Würzburg die Promotion zum Dr. phil. Nach einer Tätigkeit als Regieassistent am Musiktheater und als Mitarbeiter an der Edition des Briefwechsels zwischen Goethe und Zelter im Rahmen der Münchener Goethe-Ausgabe arbeitete er erst als wissenschaftlicher Assistent im Bereich historische Musikwissenschaft, dann als Dozent für Musiktheorie am Institut für Musikforschung der Universität Würzburg.

Forschungsschwerpunkte liegen auf der Musik des 18. bis 20. Jahrhunderts, wobei vor allem Publikationen zur Beziehung von Musik zur Literatur und zu Werken Robert Schumanns entstanden. Im Bereich 'angewandter Musikwissenschaft' ist er verantwortlich für die Durchführung interdisziplinärer Projekte. Ein besonderes Anliegen ist ihm der Austausch zwischen praktischer Musik und Musikwissenschaft, bei dem vor allem das aktuelle Musikschaffen im Zentrum des Interesses steht.

 


Prof. Dr. h.c. Gárdonyi

Zsolt Gárdonyi wurde 1946 in Budapest geboren. Sein Vater, der einstige Kodály- und Hindemith-Schüler Zoltán Gárdonyi, wirkte dort als Professor für Musiktheorie an der weltberühmten Liszt-Akademie. Zsolt Gárdonyi war in seiner Geburtsstadt mit 19 Jahren Preisträger des Hochschulwettbewerbes an der Hochschule für Musik „Ferenc Liszt“ sowohl im Fach Orgel als auch im Fach Komposition. Nach Abschluß seiner weiteren Studien an der Hochschule für Musik in Detmold wurde er 24-jährig hauptamtlicher A-Kirchenmusiker in Wildeshausen (Norddeutschland). Seine Begeisterung für die Musik von Frank Martin und Olivier Messiaen sowie seine persönlichen Verbindungen zu diesen Komponisten bedeuteten für sein Wirken wesentliche Impulse. 1979 erhielt Zsolt Gárdonyi den Bayerischen Kompositionspreis, mit 34 Jahren wurde er Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Würzburg.

Seine rege internationale Konzerttätigkeit als Organist sowie seine Meisterkurse und Gastvorlesungen an zahlreichen Hochschulen führten ihn über die verschiedensten europäischen Länder bis in die USA und nach Kanada. Im Jahre 2000 hat ihm die Reformierte Theologische Universität Debrecen die Ehrendoktorwürde verliehen, 2011 wurde Zsolt Gárdonyi für sein Lebenswerk, das einmal mehr auf die traditionsreiche Personalunion „Komponist & Organist & Musiktheoretiker“ verweist, mit der Verdienstmedaille der Republik Ungarn ausgezeichnet.

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